Hamburg Jobticket-Zuschuss für Beamtinnen und Beamte gefordert
Die Hamburgische Bürgerschaft hat beschlossen, dass auch die Beamtinnen und Beamten der Hansestadt Hamburg den 25-Prozent-Zuschuss zum Deutschland-Ticket erhalten, wenn diese das Ticket als sogenanntes Job-Ticket über die FHH beziehen, teilte der dbb hamburg am 26. März 2026 mit.
Diese Regelung soll ab dem 1. April 2026 gelten und gilt analog zur erzielten Tarifeinigung im Rahmen der kürzlich beendeten TV-L-Tarifrunde. Zu dieser Tarifeinigung gehört auch die Zulage für bestimmte bürgernahe Beschäftigungsgruppen der FHH (Hamburg-Zulage).
In diesem Zusammenhang hat die Bürgerschaft den Senat aufgefordert einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Tarifabschluss zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) systemgerecht übernimmt und der auch den jüngsten Anforderungen des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts aus dem September 2025 genügt.
Thomas Treff, Vorsitzender dbb hamburg, sagte: „Ich freue mich sehr, dass die Bürgerschaft den Weg freigemacht hat, dass der sogenannte Job-Ticket-Zuschuss auch für die Beamtinnen und Beamten der FHH ab dem 1. April 2026 gilt. Dieses ist ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Verlässlichkeit. Und unser Dank geht an die FHH, die rechtzeitig die notwendigen administrativen Vorbereitungen dafür getroffen hat. Wir begrüßen auch, dass die Bürgerschaft den Senat ersucht hat, die übrigen Punkte aus der Tarifeinigung mit der TdL jetzt in einen Gesetzentwurf zu gießen und der Bürgerschaft vorzulegen. Neben der Hamburg-Zulage und den linearen Anpassungen soll dabei auch die jüngste Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Amtsangemessenen Alimentation berücksichtigt werden.“
Für den dbb hamburg sei allerdings unklar, warum im Antrag nur von einer systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses die Rede ist. Treff: „Wir fordern, dass es auch eine zeitgleiche Übertragung gibt. Viele andere Bundesländer haben diese zeitgleiche Übertragung bereits erklärt, nur Bayern scheint einen anderen Weg zu gehen. Wir warnen davor, dass Hamburg diesen bayrischen Irrweg mitgeht.“


